Es ist gar nicht schlimm: Wie wir Patienten auf schmerzhafte Maßnahmen wie das Legen eines peripheren venösen Zugangs und Blutzuckermessung vorbereiten

In der präklinischen Notfallmedizin sind wir oft mit Situationen konfrontiert, in denen wir schmerzhafte Maßnahmen wie das Legen eines peripheren venösen Zugangs oder das Messen des Blutzuckers durchführen müssen. Diese Maßnahmen können bei den Patienten Ängste auslösen. Wie können wir also als medizinisches Fachpersonal diese Situationen am besten handhaben? Die Antwort ist einfacher, als Sie vielleicht denken: "Es ist gar nicht schlimm."


Offene und ehrliche Kommunikation
Der erste Schritt besteht darin, den Patienten über die bevorstehende Maßnahme zu informieren. Es ist wichtig, ehrlich zu sein und zu bestätigen, dass die Maßnahme möglicherweise unangenehm oder schmerzhaft sein kann. Diese offene Kommunikation hilft, das Vertrauen des Patienten zu gewinnen und ihn auf das vorzubereiten, was kommt. Es ist auch eine Gelegenheit, dem Patienten zu versichern, dass wir als medizinisches Fachpersonal alles in unserer Macht Stehende tun werden, um seinen Komfort zu gewährleisten und den Schmerz so gering wie möglich zu halten.


Schnelle und effiziente Durchführung
In Notfallsituationen ist es oft am besten, schmerzhafte Maßnahmen wie das Legen eines peripheren venösen Zugangs oder das Messen des Blutzuckers so schnell und effizient wie möglich durchzuführen. Dies minimiert die Dauer des Schmerzes und der Unannehmlichkeiten für den Patienten. Durch die Minimierung der Zeit, die für diese Maßnahmen benötigt wird, können wir auch die Angst und den Stress des Patienten reduzieren, die oft mit der Erwartung von Schmerzen verbunden sind.


Verwendung von Ablenkungen
Ablenkungen können in diesen Situationen sehr hilfreich sein. Dies kann so einfach sein wie ein Gespräch mit dem Patienten während der Maßnahme oder das Anbieten eines stressballs zum Drücken. Durch die Fokussierung der Aufmerksamkeit des Patienten auf etwas anderes als die bevorstehende Maßnahme können wir dazu beitragen, seine Angst zu reduzieren und ihn in einem Zustand der Ruhe und Entspannung zu halten.


Vorbereitung und Übung
Eine gute Vorbereitung und Übung können dazu beitragen, die Dauer und den Schmerz von Maßnahmen zu minimieren. Je mehr Erfahrung Sie mit einer Maßnahme wie dem Legen eines peripheren venösen Zugangs oder dem Messen des Blutzuckers haben, desto schneller und effizienter können Sie sie durchführen. Durch die ständige Verbesserung unserer Fähigkeiten und Techniken können wir sicherstellen, dass wir unseren Patienten die bestmögliche Versorgung bieten.

In der präklinischen Notfallmedizin ist es unsere Aufgabe, den Patienten nicht nur medizinisch zu versorgen, sondern auch seine Ängste und Sorgen zu berücksichtigen. Indem wir offen und ehrlich kommunizieren, die Maßnahme schnell und effizient durchführen, Ablenkungen verwenden und uns gut vorbereiten und üben, können wir dazu beitragen, dass der Patient sich sicherer und wohler fühlt. Und wenn der Patient fragt, ob es wehtun wird, können wir mit Zuversicht antworten: "Es ist gar nicht schlimm."

Über den Autor
Christopher Kern, MedPäd i.S. RM ist Bildungsexperte für Rettungsmedizin und Schulleiter an der KERN Bildungsgesellschaft. Seine Leidenschaft sind prägnante und aussagekräftige Blogbeiträge, um das Angebot der KERN Bildungsgesellschaft mit fundierten Informationen zu beleuchten und Schwerpunktthemen zu behandeln. Herr Kern beschäftigt sich in seinen Beiträgen auch mit pädagogischen Strategien für eine optimierte Lehre im Bereich Rettungsmedizin.